Einladung Infotag & FamilienFrühlingswald 2018

WANN: 9.6.2018, 10:00-13:00

WER: Friends of KleinKinderWald & KinderWald sind herzlich eingeladen!!!
WAS:
  • 16:00-17:00 Infoblock rundum alle Fragen zu KinderWald-Besuch und KleinKinderWald-Besuch: hinter’m Bauwagen („Sonnenplatz“)
  • Buffet: Kuchen, Fingerfood, Getränke
  • für Unterhaltung ist gesorgt
  • Gespräche & Austausch mit Eltern von KinderWald-Familien (die mit den grünen T-Shirts)
  • Nette Menschen kennenlernen, die community spüren
  • Wir bereiten eine natur-vorbereitete Umgebung für eure Kinder vor
Parken bitte: ab Bachlbergweg 79 aufwärts (und auch um die Kurve)! Geht an der Y Kreuzung rechts, und haltet euch am unteren Weg bis Ende Sackgasse, dann Waldweg rauf. Alles KinderWagen-tauglich! Wir hängen farbige Bänder für euch aus >> einfach nachgehen.
Wir freuen uns auf eine nette, gemeinsame Zeit mit lieben Menschen und ihren Kindern!!!
(Absage nur im Falle von absolutem Katastrophenwetter. Mehr siehe homepage www.kinderwald.at und Eure e-mails).

Masterarbeit: Entscheidungsräume als Entwicklungsräume

Beitrag von Petra Ackerlauer

Ich und andere reflektierte Pädagoginnen[1] gehen davon aus, dass echte Teilhabe in Alltagshandlungen, auch Partizipation genannt, eine Grundvoraussetzung für Lernen ist. Geht man einen Schritt weiter, so interessiert man sich, wie eine solche Teilhabe im Kindergarten gelingen kann. Bringen die Kinder die nötige Reife mit? Wenn Kinder mitentscheiden dürfen, ist dann noch ein geordneter Betrieb möglich? In welchen Bereichen macht es Sinn den Kindern Entscheidungen zu überlassen oder gemeinsam mit ihnen zu entscheiden?

Ich durfte im Zuge meiner Masterarbeit einige Wochen im Kinderwald mit diesen Fragestellungen im Kopf beobachten und viele Fragen stellen. Besonders sah ich mir die Bereiche Jause, kreative Tätigkeit und Aushandlungsprozesse an. Bringt die Waldumgebung Möglichkeiten mit sich, Kindern andere Entscheidungsräume zur Verfügung zu stellen als eine „herkömmliche Innenraumumgebung“?

Beobachtungen und Interviews zeigten, dass sowohl die besondere Waldumgebung, als auch die Haltung der Pädagoginnen zur Öffnung von Entscheidungsräumen – aber auch das Wissen um die Wichtigkeit ihrer Begrenzung – qualitativ hochwertige Entscheidungs- und Entwicklungsräume für Kinder schaffen. Die Waldumgebung fordert die Kinder durch die Offenheit und Unstrukturiertheit des Materials, durch das Vorhandensein unterschiedlicher Frei-„Räume“ und durch die Herausforderung und Spielaufforderung der Umgebung in den verschiedenen Jahreszeiten zu vielfältigen kreativen und kommunikativen Handlungen heraus. Die durch die Pädagoginnen gesetzten Entscheidungsräume beinhalten vor allem Entscheidungen und Verantwortung für die Dinge, die sie persönlich betreffen (Essen, Spiel, kreative Ideen). Diesbezüglich konnte ich vor allem die vorbereitete Umgebung, aber auch die gelebte soziale Praxis sowie die individuelle Begleitung als raumgebend beobachten. In der Begleitung  nehmen die Pädagoginnen solche Entscheidungen wahr, die in die Verantwortung des Erwachsenen fallen, und nehmen den Kindern solche nicht weg, die eine Lernchance darstellen, sondern „begleiten“ diese falls notwendig. Besonders bei Aushandlungsprozessen bekommen Kinder dadurch täglich die Möglichkeit selbstverantwortlich und partizipierend Lernerfahrung zu sammeln.

Die dort geschaffenen Räume werden so für Kinder als Übungsräume bereitgestellt. „Konflikte“, „Auseinandersetzungen“ und „Lösungssuche“ werden als Teil des Kindergartengeschäfts betrachtet anstatt als lästige Unterbrechung. Diese Räume stellen wertvolle Entwicklungsmöglichkeiten für Kinder dar, Möglichkeiten zur Entwicklung von Aushandlungskompetenzen, Verantwortlichkeit, Integrität und Mitgefühl sich selbst gegenüber im Falle von Ablehnung. Die Untersuchung machte deutlich: Aushandlungskompetenzen können nur durch selbst gemachte Handlungen von Kindern gelernt werden. Ich sehe es daher als problematisch, elaborierte Aushandlungs- und Konfliktkompetenzen bei Kindern bei Kindergarteneintritt vorauszusetzen und bei entsprechenden Schwierigkeiten sie als „Defizite“ zu betrachten, und freue mich, an diesem Standort eine Praxis vorgefunden zu haben, die den Kindern während ihrer Kindergartenzeit die Möglichkeit einräumt, Aushandlungserfahrungen mit Gleichaltrigen zu machen.

LINK: Poster Masterarbeit Ackerlauer


[1] vgl. Colberg-Schrader, Hedi (2000): Partizipation von Kindern – auch schon im Kindergarten?

Ankommen im KinderWald

von RUTH,
Mutter eines neuen,
jungen KinderWald-Kindes.
“Eigentlich war unser erster Kontakt mit dem Kinderwald schon recht früh – als Lotta es sich noch in meinem Bauch gemütlich machte. Als frisch Zugezogene suchte ich nach reformpädagogischen Angeboten in Linz und stieß dabei auch die Homepage des Kinderwaldes (und hinterließ sogar einen Gastkommentar). Zwischen Windeln, Schlafdefizit und den vielen Freuden der ersten zwei Jahre geriet er wieder fast in Vergessenheit – und doch sind wir über (Wald-)Spielgruppen und KleinKinderWald, Gespräche und verschiedene Umstände, hier gelandet – oder vielleicht treffender formuliert: hineingewachsen.
Nach ersten Besuchen im Sommer ging es dann auch darum, dass Lotta immer mehr von uns Eltern losgelöst in den Kinderwald hineinwachsen durfte. Während ich ruhige Spätsommervormittage mit der (meist schlafenden) jüngeren Baby-Schwester auf der Wiese in Kinderwald-Reichweite verbrachte, konnte Lotta neue Bande knüpfen und sich verschiedenen Herausforderungen stellen.
Manchmal waren diese von Tränen begleitet, doch immer wurde sie liebevoll begleitet, und auch ich wusste sie gut aufgehoben.
Mittlerweile, nach einem Monat, sucht sich Lotta selbst ihren Platz im Morgenkreis, holt sich mit ihrer Jause Kraft für den Vormittag, und ich weiß dann, ich kann mich verabschieden.
Und wenn sie dann oft, mit Gatsch an jeder freien Körperstelle, und mit einem Strahlen in den Augen den Berg hinunterwandert, wissen  wir: Es passt. Für uns alle. Lotta darf ganz sie selbst sein und wir freuen uns für sie und mit ihr auf diese Zeit im Kinderwald.”
Ruth

Es lebe das freie Spiel!!! (Buchempfehlung: Zimpel)

“Freies Spiel” ist – wie Prof. André Frank Zimpel betont, in Wirklichkeit DIE kindgemäße Form des Lernens! “Freies-Spielen macht schlau!”, betont er und erörtert im gleichnamigen Buch die Formen und Verläufe von Spielentwicklungsphasen. Er betont: Spielen ist kindliches Lernen! Das freie, kindliche Spiel ist insofern eine geniale Lernform, weil sich die Kinder darin im Rahmen ihrer selbst definierten Ansprüche (die sie oft nicht so gut verbal formulieren können, aber die recht vielfältig in ihnen da sind) und Ziele Schritt für Schritt vorwärtsbewegen. Kein Spiel ist umsonst. Genauso, wie die junge Katze beim -zigfachen Attackieren selbst angestubster Kastanien ihr Tun intuitiv für ihr erfolgreiches Erwachsen-Katzen-Leben perfektioniert, verhält es sich auch bei Kindern. Der Wille und das von innen gegebene Bedürfnis, dazuzulernen, ist in hohem Maße einfach da. Was es braucht, sind geeignete Umgebungen, wenig Ablenkung und Störfaktoren und offene, Sicherheit gebende Erwachsene, die diesen Prozess begleiten und sich Orientierung und Grenzen bietend einschalten, wenn dies angemessen erscheint. Nicht zu früh und nichts vorwegnehmend. Auch hier wieder nach dem Motto “ich helfe Dir, es selbst zu tun”. Damit bilden sie ein Fundament für ihr späteres, im abstrakter werdendes Lernen aus. Erst, was ich im wahrsten Sinne des Wortes begriffen, erlebt UND mit eigenen Augen gesehen habe, wird von meinem Gehirn “stabil und längerfristig” gespeichert bzw. sogar integriert. Und eben diese “stabil durch konkretes Tun mit konkretem Material” untermauerten Fundamente in den verschiedenen Lernbereichen bilden gemeinsam ein unglaublich tragfähiges Gesamtfundament im Gehirn unserer Kinder, auf dem sie ein Leben lang aufbauen können. Dieses Fundament trägt alles, was an geistigen Herausforderungen auf den jungen Menschen zu kommt. Damit gleichzeitig auch die Persönlichkeit des Kindes eine gute Verwurzelung und Fundierung erfährt, braucht es die respektvolle, wertschätzende und empathische Begleitung durch nahestehende Erwachsene. Das ist es, was wir an unserer Schule wirklich groß schreiben!!!

Damit wird deutlich und bestätigt, dass es den Kindergehirnen und dem ganzen Kind nur wenig dient, wenn “die Kindheit” mit mehr und mehr abstrakten Lernformen befüllt wird. Und alles, was ein Kind konkret und aus eigenem Antrieb macht, hilft ihm dabei “sich selbst zu erschaffen” (anstatt ständig von einer Führungsperson durch’s Leben geführt werden zu müssen). Es hilft dabei, unabhängig und selbstbestimmt zu werden/sein. Diese Entwicklung verläuft langsam und folgt ihrer eigenen, individuellen Ordnung. Eine Ordnung, die auch Maria Montessori studierte und respektierte. Entsprechend bieten wir unseren Kindern in Montessori-Manier Tätigkeiten an, für oder gegen die sie sich entscheiden können. Befindet sich ein Kind in einer sensiblen Phase für eine bestimmte nächsten Entwicklungsschritt, reagiert es (meist) wie ein Magnet auf diese Angebote und baut sie wiederum als “freies Spiel mit freier Entscheidung” in die eigene Entwicklung ein.

Fasching, oder was?

2016 FaschingHund“WAS IST LOS?”, fragte sich der Hund…
“… wenn der Feuerwehrmann dem Gespenst wegen eines gestohlenen Weihnachtsbaumes hinterherläuft und das Marienkäferlein heute mal rote Lippen – passend zum Flügelkleid – trägt?”

Und was ist los, wenn der Ritter seinen eben erst besiegten Drachen stolz als Gesichtsbemalungs-Trophäe präsentiert?

2016 FaschingDrache

Genau, erraten!: Dann hat die Waldelfin zum Faschingsfeste im Kinderwald geladen! Und da sind sie zahlreich gekommen: Die Häsin und der Hund. Die Eisprinzessin, der Feuerwehrmann und der Zwerg. Die Katze und der Marienkäfer. Und sogar das grüne Glitzermonster hat es an diesem besonderen Tag einrichten können, vorbeizuglitzern. Zur Eröffnung hat die Waldelfin sich wieder etwas Besonderes ausgedacht.

2016 FaschingWaldelfinDabei hatte sie doch nur Mais und Öl in dem Topf über dem Feuer erhitzt, während sie ihre neueste Geschichte zum Besten gab… doch dann sind > plop, plop, plop < lauter kleine weiße Wölkchen herausgehüpft. Und wie die dufteten. Erst zaghaft und dann wegen ihrer Köstlichkeit immer gieriger, bedienten sich die Gäste an dem Überraschungsmahl. Danach ging es den großen Berg hinauf, um am Waldrand all jenen die Chance zur faschingsgetreuen Schminkung zu geben, die es bisher noch zu wenig bunt getrieben hatten.  

2016 FaschingSchneefrauDie Schneefrau (selbst erst noch nur mit einer Karotte im Gesicht verziert) bot dafür ihre künstlerischen Dienste an, bevor auch sie selbst dem kreativen Tun der Hexe erlag. Und dann? Der Höhepunkt, das große Festmahl am Sonnenplatz. Da wurde bei zarten Elfen-Gitarrenklängen gemampft, geschlürft und großzügig der mitgebrachte Kuchen geteilt. Natürlich durfte auch eine weitere Elfen-Geschichte nicht fehlen…

2016 FaschingRunde

 

Wir werden uns wohl noch lange daran erinnern, wie verwundert der Rabe über das bunte Treiben war und wie er erst allmählich zu verstehen begann, was Fasching eigentlich bedeutet… Jene, die fertiggeschmaust hatten, begannen in Waldfaschingsmanier bunte Konfetti aus  Blättern zu reißen, um sie sodann zu ihrem Lieblingslied im Winde tanzen zu lassen.

2016 FaschingKonfetti

Die Freude war groß! Und wie. Zum Schluss wurde noch Anlauf genommen. Nicht aber, um zu eruieren, wer denn nun der/die schnellste sei. Nein. Um herauszufinden, wer beim Festmahl so viel gefuttert hatte, um den Berg wirklich faschings-manierlich hinunterrollen zu können.

Großen Dank allen Beteiligten für das schöne Fest und nicht zuletzt ein Danke an die Wetterzuständigen, die für diesen besonderen Tag die Sonne herself zum Feste bemühen konnten.

2016 FaschingalleEs war mir eine Freude, dabei gewesen zu sein. Mir, der Fotografin alias Laura (ob ich auch verkleidet war…? ;-)


 

 

Was leistet der “KleinKinderWald” für Eltern?

Aus Sicht der Achtsamkeitsarbeit wertvoll am Format des KleinKinderWaldes ist, dass Eltern bewusst oder unbewusst eine andere innere Präsenz aufbauen, indem das Sein und Atmen in der Natur ihnen erleichtert, die Dringlichkeiten und Nöte des Alltags weiterziehen zu lassen und mehr und mehr im Moment zu sein. Dieser Zustand bringt Erleichterung, lässt die innerlich ständig gespannten Federn pausieren. In diesen Pausen wird es möglich, die innere Verbindung zu sich selbst und zum eigenen Kind wieder klarer zu spüren. Eine wertvolle Voraussetzung für jenen inneren Shift, der es Eltern ermöglicht, sich und den Kindern wieder (noch) mehr mit Mitgefühl und Einfühlung zu begegnen und so aus der manchmal dominanten Problemsicht rauszukommen. Zumindest für ein Weilchen und vielleicht für immer länger. Mal sehen, was sich uns im weiteren Verlauf des KleinKinderWaldes sonst noch offenbart.

Wir freuen uns!

Kinderwald – Der Film

Dieser Film entstand bei den Dreharbeiten zum Dokumentarfilm “CHILDREN OF THE FOREST” von Natalie Halla | FILMS, die fast zur Gänze in unserem KinderWald stattfanden.
Direkt zum offiziellen Trailer geht´s hier.


Danke für die schönen Impressionen, Natalie!

Den Sommer krönt das Sommerfest :-)

Das heurige Sommerfest war von Sonne, vielen aktiven Menschen, einem bunten Treiben, Geselligkeit und einem geschmacksprächtigem Buffet geprägt. Diesmal hatten wir ein Stand’l mit Selbstgebasteltem, Selbsteingekochtem, mit Bio-Obst und Bio-Gemüse und erstmals sogar eine Tombola anzubieten. Ja, dank der vielen engagierten, beherzten KinderWald-Eltern waren all diese Angebote auf unserem von einer engagierten Sommersonne beschienenen KinderWald-Gelände überhaupt möglich. Danke!!! 2015 SommerfestPlatz1

Für die Kinder gab’s obendrein wieder Kinderschminken, Riesenseifenblasen, Stockbrotgrillen, Werken mit Holz, Filzen und einen Seileparcours samt flying-fox. Juchuuu! 2015 SommerfestFilzen 2015 SommerfestStockbrot

2015 SommerfestSeifenblasen 2015 SommerfestSchminken1

Den Höhepunkt unserer Festlichkeit bildete wohl das von den großen Mädels entwickelte und vorgeführte Theater mit Stockpuppen. Idee, Versprachlichung, Puppengestaltung und Aufführung von den Mädels, begleitet von Elli, unserer KinderWald-Begleiterin. 2015 SommerfestMusik1 Das Theater sorgte für viel Spannung, Faszination und Gelächter.2015 SommerfestTheaterPublikum1

Danach kam ein großer Applaus und dann der große Regen, der das Ende unseres Feste einläutete. Ein bisserl zu früh, aber immerhin waren die Stunden bis dahin ein wahrer Genuss!

(Birgit B., Mitgründerin, Obfrau)

 

 

Abschied … das Leben nach dem KinderWald

Es liegt in der Natur der Sache, dass die KinderWald-Kinder nicht ewig in den KinderWald gehen können. Spätestens, wenn die Schulpflicht ruft, ist’s vorbei, da kann man nix machen. Ja, und hin und wieder gibt’s auch Familien, bei denen sich Wohnort oder Berufssituation dermaßen ändern, dass der KinderWald nicht mehr länger „passt“.

2015 AbschiedGitarre

In diesem Sommer kamen Fälle beider Art zusammen und ich muss sagen, die Anzahl der dadurch scheidenden KinderWald-AbgängerInnen war echt groß! Das Tragische: nachdem sich die Familien untereinander großteils recht gut kennen, tun solche Abschiede dann gleich in Bezug auf das Kind UND in Bezug auf dessen Eltern weh L. Wir hatten geplant, diese Abschiede mit einem Ritual zu begehen, bei dem jede Familie einzeln – umkreist von allen anderen Familien – eine Spirale betrat. 2015 Abschied-Familie1

2015 Abschied-FamilienFran4 Beim Reingehen ließen alle nochmals revuepassieren, was sich für sie in der KinderWald-Zeit getan hat, wo sie zu Beginn standen und wo jetzt… Im Zentrum der Spirale fand der ergreifende Abschied von den Begleiterinnen statt, ehe die Familie dann mit den Fragen „was nehmen wir uns aus der KinderWald-Zeit mit“ und „welche unserer Ressourcen und Kompetenzen haben wir hier kennengelernt, die wir mitnehmen“ die Spirale verließen und aus dem KinderWald-Tor rausbegleitet wurden.  Da sind teilweise echt viele Tränen geflossen! Bei Müttern und bei Vätern, bei den BegleiterInnen und vor allem auch bei mir.

2015 Abschied-FamilieStö2

Mehr als die Hälfte der vorbereiteten Ansprachen und Dankesreden fiel dem Tränen-Hochwasser zum Opfer. Tja. Und all die heuer noch nicht vom Abschiedsthema betroffenen Familien wohnten den Verabschiedungen geduldig und teils mit vorauseilendem Abschiedsschmerz bei.2015 Abschied-FamilienMo3

Besonders schmerzte, dass diesmal auch eine der Gründungsfamilien, Birgit&Franz samt Kindern den Wald verließen. Auch sie ziehen mit Schulbeginn weiter. Wir haben ihnen noch einen Erinnerungsbaum gepflanzt, der uns immer an sie erinnern soll!!!

Vielen Dank von Herzen für Eure jahrelange intensive Gründungsarbeit!!! 2015 Abschied-FamilienStö5

Wir wünschen ALLEN Abgängerkindern und ihren Eltern alles erdenklich Gute für die nun folgende nächste Etappe in der Familienbiografie!!! Und hoffentlich: auf bald im Wald – beim  nächsten Sommerfest oder auch beim vorweihnachtlichen Lichterfest, wo sich immer wieder Ehemalige treffen.

Birgit B. (Mitgründerin & Obfrau)

PS: Wir sind gerade am Tüfteln, um ein „AbsolventInnen-Treffen“ z.B. alle 2 Wochen für 6-9Jährige zu veranstalten… Mal sehen. We’ll keep you informed!  

Bewegung ist das Tor zum Lernen

Neurophysiologin Dr. Carla Hannaford (2013) betont einmal mehr den unauflösbaren Zusammenhang zwischen vielfältiger körperlicher Bewegung und der bestmöglichen Entwicklung des Vestibularsystems im Gehirn.

2014 Linz KKW Sprung

Das Vestibularsystem (Gleichgewichtssystem) ist die Pforte zum bewussten Gehirn. Der Vestibularapparat ist verantwortlich für allerlei fundamentale Fähigkeiten, auf denen sämtliches späteres Lernen aufbaut:

  • Gleichgewicht
  • Fortbewegung
  • das Erkennen sprachlicher Unterschiede beim Sprechen und Hören
  • die Koordination von Sehen mit Bewegung…

2015 Klettern gemeinsam

 

Störungen im Vestibularsystem führen zu größeren Lernschwierigkeiten im Bereich von Legasthenie, Aufmerksamkeits-Defizit-Störung (ADS), zu ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung). Diese Kinder wechseln ständig zwischen Aufmerksamkeit und Unaufmerksamkeit und brauchen es, sich durch Bewegung zu stimulieren, weil das V-System nicht ausreichend ausgebildet ist.

2014 Bach_BalanzierenBaum

In Waldkindergärten, wo sich die Kinder täglich und bei jedem Wetter vielfältigste bewegen, ist in der Regel das Vestibularsystem sehr gut entwickelt bzw. unterstützt (je nachdem, auf welchem Stand die Kinder im KinderWald eintreten). Das regelmäßige über Felsen und auf Bäume klettern, Hügel hinaufsteigen und hinunterrollen, Hänge bergauf und bergab-Laufen, Hüpfen und auf Baumstämmen-Balancieren führt bestätigterweise zu einer intensiven Ausprägung des Vestibularsystems.