Es lebe das freie Spiel!!! (Buchempfehlung: Zimpel)

„Freies Spiel“ ist – wie Prof. André Frank Zimpel betont, in Wirklichkeit DIE kindgemäße Form des Lernens! „Freies-Spielen macht schlau!“, betont er und erörtert im gleichnamigen Buch die Formen und Verläufe von Spielentwicklungsphasen. Er betont: Spielen ist kindliches Lernen! Das freie, kindliche Spiel ist insofern eine geniale Lernform, weil sich die Kinder darin im Rahmen ihrer selbst definierten Ansprüche (die sie oft nicht so gut verbal formulieren können, aber die recht vielfältig in ihnen da sind) und Ziele Schritt für Schritt vorwärtsbewegen. Kein Spiel ist umsonst. Genauso, wie die junge Katze beim -zigfachen Attackieren selbst angestubster Kastanien ihr Tun intuitiv für ihr erfolgreiches Erwachsen-Katzen-Leben perfektioniert, verhält es sich auch bei Kindern. Der Wille und das von innen gegebene Bedürfnis, dazuzulernen, ist in hohem Maße einfach da. Was es braucht, sind geeignete Umgebungen, wenig Ablenkung und Störfaktoren und offene, Sicherheit gebende Erwachsene, die diesen Prozess begleiten und sich Orientierung und Grenzen bietend einschalten, wenn dies angemessen erscheint. Nicht zu früh und nichts vorwegnehmend. Auch hier wieder nach dem Motto „ich helfe Dir, es selbst zu tun“. Damit bilden sie ein Fundament für ihr späteres, im abstrakter werdendes Lernen aus. Erst, was ich im wahrsten Sinne des Wortes begriffen, erlebt UND mit eigenen Augen gesehen habe, wird von meinem Gehirn „stabil und längerfristig“ gespeichert bzw. sogar integriert. Und eben diese „stabil durch konkretes Tun mit konkretem Material“ untermauerten Fundamente in den verschiedenen Lernbereichen bilden gemeinsam ein unglaublich tragfähiges Gesamtfundament im Gehirn unserer Kinder, auf dem sie ein Leben lang aufbauen können. Dieses Fundament trägt alles, was an geistigen Herausforderungen auf den jungen Menschen zu kommt. Damit gleichzeitig auch die Persönlichkeit des Kindes eine gute Verwurzelung und Fundierung erfährt, braucht es die respektvolle, wertschätzende und empathische Begleitung durch nahestehende Erwachsene. Das ist es, was wir an unserer Schule wirklich groß schreiben!!!

Damit wird deutlich und bestätigt, dass es den Kindergehirnen und dem ganzen Kind nur wenig dient, wenn „die Kindheit“ mit mehr und mehr abstrakten Lernformen befüllt wird. Und alles, was ein Kind konkret und aus eigenem Antrieb macht, hilft ihm dabei „sich selbst zu erschaffen“ (anstatt ständig von einer Führungsperson durch’s Leben geführt werden zu müssen). Es hilft dabei, unabhängig und selbstbestimmt zu werden/sein. Diese Entwicklung verläuft langsam und folgt ihrer eigenen, individuellen Ordnung. Eine Ordnung, die auch Maria Montessori studierte und respektierte. Entsprechend bieten wir unseren Kindern in Montessori-Manier Tätigkeiten an, für oder gegen die sie sich entscheiden können. Befindet sich ein Kind in einer sensiblen Phase für eine bestimmte nächsten Entwicklungsschritt, reagiert es (meist) wie ein Magnet auf diese Angebote und baut sie wiederum als „freies Spiel mit freier Entscheidung“ in die eigene Entwicklung ein.

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