Verein – die Organisation im Hintergrund

„Der Vereinszweck von ELEMENTA besteht in der Umsetzung, Förderung und Erforschung einer Pädagogik, welche die selbstgesteuerte Entfaltung des Kindes nach seinen authentischen Entwicklungsbedürfnissen in den Mittelpunkt stellt. Grundlagen bilden die Arbeiten von Maria Montessori, Jean Piaget, Rebeca und Mauricio Wild und Emmi Pikler. Weiters verschiedene Beiträge aus der aktuellen neurobiologischen Forschung sowie die praktischen Umsetzungserfahrungen verschiedener, mit dieser Thematik befasster Personen und Personenkreise.“

Gegründet haben wir den Verein als Elterninitiative bestehend aus 4 Familien im Herbst 2010. Da es in Linz-Urfahr bis dahin keine WaldKinderGruppe basierend auf einer „Pädagogik zur Selbstbestimmung“ gab, wir uns Derartiges aber für unsere eigenen Kinder wünschten, starteten wir im September 2011 mit dem „KinderWald“ durch. Klein und überschaubar – anfangs mit 6 Kindern.

Ursprüngliche Gründungsfamilien von ELEMENTA und KinderWald sind BirgitB & Charly, BirgitL & Franz, Theresa & Wolfgang, Elke & Jürgen. Alle bis auf Letztgenannte haben auch die eigenen Kinder im KinderWald und sind entsprechend intensiv mit der Organisation des Alltags befasst. Mehr über uns in Bälde, vorab ein Interview zur „Aufbauphase“ aus September 2011:

Frage: Seid Ihr Euch darüber im Klaren gewesen, wieviel Aufwand euch bevorsteht, als Ihr beschlossen habt, eine Wald-Kindergruppe zu gründen?
Antwort: Zum Glück nicht ganz. Klar war nur, dass wir diese Art von Kindergarten wirklich für unsere Kinder wollten. Klar war nicht, wieviel Arbeit es konkret sein würde und auch nicht, was sich rundherum entwickeln würde. Da gab es sowohl freudige Entwicklungen im Kreise der GründerInnen als auch harte, herausfordernde Phasen. Das beeinflusst natürlich das gemeinsame Vorankommen – noch dazu, wo wir ja “nur” unsere Freizeit und Familienzeit dafür zur Verfügung haben – Mütter wie Väter.
Frage: Wie lange seid Ihr schon mit Eurem Projekt beschäftigt?
Antwort: Seit ca. einem Jahr, in dem wir natürlich nicht durchgehend daran gearbeitet haben – im Sommer zum Beispiel schafften wir urlaubsbedingt kaum gemeinsame Arbeitssitzungen.
Frage: Was bedeutet es eigentlich für andere Eltern, ihre Kinder zu Euch zu geben? Ihr habt ja auch Elterndienste… und verlangt den Eltern intensivere Auseinandersetzung ab?
Antwort: Ja genau, ohne sogenannte Elterndienste geht es nicht in Privatinitiativen. Allerdings wollen wir Eltern nach dem Motto “Lebe dein Projekt” einbinden. Das heißt, es geht darum, sich als Eltern mit seinen Hobbies und Kompetenzen einbringen zu können, sodass es auch Spaß macht! Das reicht vom Handwerklichen und Gärtnerischen bis zu Handarbeit, Musik, Gesang etc. Aber auch Pädagogik, wenn jemand dafür passt. Ein Mindestmaß an Beschäftigung mit der Pädagogik halten wir für unumgänglich – da haben alle was davon und am allermeisten die Kinder. Das ist aber für die meisten Eltern eh keine Frage.
Frage: Ziehen wir mal Zwischenbilanz – hat sich der Aufwand bis jetzt ausgezahlt?
Antwort: Ja, das gemeinsame Tüfteln und Arbeiten hat uns eine gute Basis zum Start verschafft. Uff 😉 Dank der wertvollen Tipps von anderen Waldkindergärten fühlen wir uns gut für den Winter gerüstet. Und dann sehen wir weiter… Das wichtigste aber: Den Kindern, die derzeit unsere Kindergruppe besuchen, macht’s grundsätzlich Tag für Tag Spass, hinzugehen – insofern hat sich der Aufwand echt schon jetzt ausgezahlt!